Prävention verkaufen an MA & FK – Was ist dafür wirklich notwendig?

In der heutigen Episode enthüllen wir die Geheimnisse einer erfolgreichen Überzeugungsarbeit, um Präventionsmaßnahmen bei Führungskräften und MitarbeiterInnen zu verkaufen.

Es ist nicht nur wichtig, dass sie die Bedeutung von Prävention verstehen, sondern auch mit Begeisterung mitmachen und die Maßnahmen eigenständig umsetzen, auch wenn niemand hinschaut. 

Im Laufe meiner Karriere als selbstständige Arbeitspsychologin habe ich selbst bestimmt einige Fehler gemacht. Ich ging davon aus, dass Führungskräfte automatisch daran interessiert sind, psychische Belastungen zu reduzieren, doch ich erkannte schnell, dass Führungskräfte auch mit eigenen Herausforderungen konfrontiert sind und nicht bevormundet werden möchten.

Lieber lesen als anhören?

Willkommen zu einer neuen Episode des Pioniere-der-Prävention-Podcasts! In dieser Folge tauchen wir ein in die Welt der Überzeugungsarbeit und erfahren, wie wir unsere Präventionsarbeit erfolgreich an Führungskräfte und MitarbeiterInnen verkaufen können. Wenn wir erreichen wollen, dass sie nicht nur verstehen, warum Prävention wichtig ist, sondern auch gerne mitmachen und die Maßnahmen umsetzen, selbst wenn wir nicht anwesend sind, müssen wir unsere Überzeugungskraft verbessern. Hier sind einige Tipps, die Ihnen dabei helfen können.

Zuhören

Als PräventionsexpertInnen haben wir oft den Drang, viel zu reden und Ratschläge zu geben. Doch wir sollten bedenken, dass ein Ratschlag manchmal wie ein Schlag wirken kann. Ratschläge sind nicht immer nützlich, da sie von der subjektiven Realität des Gegenübers abhängen. Indem wir Ratschläge geben, stellen wir uns als "besserwissend" dar und zweifeln indirekt an der Sinnhaftigkeit des bisherigen Verhaltens. Jedoch ändern Ratschläge oft nichts an der inneren Haltung des Gegenübers. Die meisten Probleme sind nicht das Ergebnis von fehlendem Wissen, sondern von fehlender Umsetzung. Daher sollten wir uns bewusst sein, dass das eigentliche Problem oft darin liegt, dass die Maßnahmen nicht konsequent umgesetzt werden, und nicht darin, dass den Menschen das nötige Wissen fehlt.

Offene Fragen stellen

Fragen Sie Führungskräfte, wie es ihnen mit der Gesundheit ihres Teams geht oder verwenden Sie Beispiele von anderen indem Sie beispielsweise fragen, ob sie bereits Probleme mit MitarbeiterInnen hatten, die Sicherheitsausrüstung nicht verwenden, da Sie das bereits öfters von anderen Führungskräften mitbekommen haben. Durch solche Fragen ermöglichen Sie ihnen, ihre Erfahrungen und Herausforderungen zu teilen.

Ebenso ist es wichtig, auch MitarbeiterInnen einzubeziehen und zu erfragen, was sich seit dem letzten Gespräch getan hat und was sie für Verbesserungen vorschlagen würden. Durch das Einbeziehen von Fragen schaffen Sie Verständnis und zeigen, dass ihre Meinung zählt.

Verschiedene Argumente bringen

Es gibt verschiedene Gründe, warum Führungskräfte bei der Prävention mitmachen sollten. Finden Sie heraus, welche Aspekte dem Gegenüber wichtig sind, und argumentieren Sie entsprechend. Indem Sie Ihre Argumente an ihre Bedürfnisse anpassen, erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich engagieren.

Denn:
Dem Köder muss der Fisch schmecken & nicht dem Angler.

Freiheiten lassen

Es ist wichtig, den Führungskräften und MitarbeiterInnen Freiheiten zu lassen und ihnen Handlungsspielraum zu geben. Drängen Sie sie nicht in die Enge, da dies zu Widerstand führen kann. Am Ende ist es ihre Entscheidung, die Maßnahmen umzusetzen. Als PräventionsexpertInnen sind wir für den Prozess verantwortlich, nicht für das Ergebnis.

Also nehmen wir uns aus der heutigen Folge mit:
Prävention erfolgreich an Führungskräfte und MitarbeiterInnen zu verkaufen, erfordert Fingerspitzengefühl und Anpassungsfähigkeit. Indem wir zuhören, offene Fragen stellen, verschiedene Argumente bringen und Freiheiten.

Nützliche Links

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